Partnerschaft von Adria Mobil und TECOS führt zu Biokomposit-Abstandshaltern 18:05:2021

Das Slowenische Entwicklungszentrum für Werkzeug- und Formenbau TECOS konzentriert sich zunehmend auf nachhaltige Entwicklung und Kreislaufwirtschaft, um somit die Implementierung von Kreislaufwirtschaftsprinzipien auch in seinen Partnerfirmen zu unterstützen. Zusammen mit Adria Mobil, dem Spitzenreiter im Bereich Wohnmobilbau, verfolgen wir das Ziel durch Einsatz von umweltschonenden und nachhaltigen Materialien einen niedrigen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen.

Adria Mobil ist einer der führenden europäischen Hersteller in der Wohnmobil-Branche. Das Unternehmen und die Gruppe Adria Mobil beschäftigen sich hauptsächlich mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Wohnwagen, Wohnmobilen, Vans und Mobilheimen. Das Angebot wird mit Freizeit- und Reise-Services abgerundet. Adria Mobil ist in der Caravaning-Branche als ein Unternehmen mit hohem Öko-Bewusstsein bekannt. Das bestätigt unter anderem die „grüne“ Auswahl seiner lokal ansässigen Interieur-, Möbel- und Karosserieteil-Zulieferer für Anhänger und Wohnwagen. Je kürzer der Weg der Komponenten vom Zulieferer zur Produktion und schlussendlich zum Einbau, desto geringer der CO2-Fußabdruck. Mit der Entwicklung der neuen Generation von Wohnwagen unterstreicht Adria Mobil seine strategische Verpflichtung zur ressourcenschonenden Geschäftsumgestaltung mit verstärktem Fokus auf interner umweltschonender Entwicklung von Fahrzeugteilen, der Wiederverwertung von eigenem Produktionsabfall und der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks als Folge des Einbaus von innovativen Produkten aus recycelter kommunaler Plastik und entsorgtem Zeitungspapier.

Im Jahr 2018 haben wir Adrias grüne Vision an die Entwicklungsaktivitäten von TECOS im Bereich (Bio)Komposit-Produkte, Kreislaufwirtschaft und Lebenszyklusanalyse (LCA) angeknüpft, indem wir aktiv zur Entwicklung umweltschonender Komponenten für Adrias Wohnwagen beigetreten sind. Auf globaler Ebene werden jährlich etwa 400 Millionen Tonnen Kunststoffprodukte hergestellt. Anhand der kurzen Lebensdauer solcher Produkte (ungefähr die Hälfte sind Einwegmaterialien) entsteht eine Unmenge von Kunststoffabfällen, die nur im kleinen Maße rezykliert, vorwiegend aber entsorgt oder thermisch verwertet (verbrannt) werden.

Um den Einsatz von rezyklierten Materialien zu fördern, haben wir im Rahmen von LIFE CEPLAFIB ein Kompositmaterial aus rezyklierter kommunaler Plastik und Fasern aus entsorgtem Zeitungspapier entworfen. Die Materialentwicklung basierte auf der Definierung des entsprechenden Anteils von Kompositkomponenten, der Bindemittelart und Zusatz von Modifiziermitteln zur Verbesserung der Kerbschlagzähigkeit.

Um den Einsatz von rezyklierten Materialien zu fördern, haben wir im Rahmen von LIFE CEPLAFIB ein Kompositmaterial aus rezyklierter kommunaler Plastik und Fasern aus entsorgtem Zeitungspapier entworfen. Die Materialentwicklung basierte auf der Definierung des entsprechenden Anteils von Kompositkomponenten, der Bindemittelart und Zusatz von Modifiziermitteln zur Verbesserung der Kerbschlagzähigkeit.

Zeitgleich mit der Entwicklung des Materials verlief die Konstruktion des relevanten Produkts: eines stützenden Abstandshalters zwischen der begehbaren Fläche und dem Karosserieboden in der aufgewerteten Edition der Adria-Wohnwagen aus der Serie Coral und Matrix.

Zu diesem Zweck wurde ein Verzeichnis der Materialdaten erstellt, die in die entsprechende Software für die Kunststoff-Spritzguß-Simulation eingegeben wurden. Danach wurde die mechanische Eignung des Abstandshalters nach der FEM-Festigkeitsberechnung ermittelt. Nach einigen Iterationen und Modifikationen des Designs haben wir es geschafft die entsprechende mechanische Festigkeit zu gewährleisten. Nach Freigabe des Enddesigns wurde mit der Formkonstruktion und Herstellung der Formeinsätze begonnen. Die ersten Spritzguß-Kleinserien bestätigten die entsprechende Verarbeitungsfähigkeit des Komposits, wobei die Herstellungspräzision und Maßgenauigkeit mittels 3D-Scan der Produkte und durch Messungen verifiziert wurden. Für Adria Mobil wurden seit Projektstart etwa 50.000 Abstandsstücke gegossen; nach Projektende und Anlauf der Serienfertigung wird die Jahresproduktion auf etwa 150.000 Stück geschätzt. Eines der ersten Pilot-Spritzguß-Verfahren können Sie sich im unteren Video ansehen. TECOS und Adria Mobil planen weitere Formen der Zusammenarbeit in Bezug auf nachhaltige Materialien und Ökodesign-Lösungen für Endprodukte, daher beschränkt sich die erfolgreiche Zusammenarbeit nicht nur auf die Dauer des Projekts LIFE CEPLAFIB.

 

Über die Zusammenarbeit:

Klemen Kolenc, Leiter für Forschung und Entwicklung bei Adria Mobil:

„Die Zusammenarbeit mit TECOS im Projekt CEPLAFIB kann ich mit einem Wort als vorzüglich bezeichnen. Ich bin immer aufs Neue von der Professionalität, Ansprechzeit und Fachkompetenz der Firma begeistert. Ohne sie wäre das Projekt bestimmt nicht so erfolgreich. Ich möchte insbesondere die gute Koordination hervorheben, die dazu verhalf, dass sich alle Partner ausschließlich ihren stärksten Aufgabengebieten widmen konnten. Wir freuen uns auf die weiterhin gute Zusammenarbeit und neue Erfolge.“

 

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